Neue Videos: Glenfiddich 15 + 18 Jahre

30. Juli 2010

Hier geht es zu den Videos:
Glenfiddich 15 Jahre
Glenfiddich 18 Jahre

Paradigmenwechsel

29. Juli 2010

In Ergänzung zum gestrigen Beitrag folgt heute der Leitartikel der letzten The Whisky Times:

Wie das Thema in dieser Ausgabe schon sagt, liegt heute die letzte The Whisky Times vor Ihnen. Es wird keine weiteren Auflagen geben. Schon im vergangenem Herbst haben wir die Auflage der The Whisky Times beständig reduziert. Alle Neuzugänge im Club seit dem Erscheinen des Katalogs Herbst 2009 erhielten die The Whisky Times bereits nicht mehr.

Die große Frage lautet: “Warum?” Warum stellen wir die The Whisky Times nach 8 Jahren und 33 Ausgaben ein? Am Anfang war die The Whisky Times etwas Besonderes. Die Abonnentenzahl stieg von Jahr zu Jahr und wir erhielten reges Feedback auf unsere Artikel per Brief, E-Mail und Telefon. Ja sogar die vorgestellten Flaschen und Brennereien zogen im Vertrieb deutlich nach jeder Erwähnung in einer Ausgabe an.

Nach vier Jahren erreichten wir jedoch ein Plateau und seitdem ließ die Aufmerksamkeit der Leser beständig nach. Nicht nur erreichten uns ihre E-Mails und Anrufe nicht mehr. Auch die vorgestellten Flaschen - egal ob preiswert oder exklusiv - zeigten keinerlei Einflüsse mehr auf ihre Nennung in der The Whisky Times. Es war, als ob man in ein schwarzes Loch schriebe.

Im Sommer 2008 habe ich mich dann mit Kunden aus der Leserschaft über die The Whisky Times unterhalten und musste feststellen, dass die The Whisky Times kein wirkliches Informationsmedium mehr ist, sondern nur noch eine weitere Informationsquelle neben dem allgegenwärtigen Internet. Mit etwas Glück wird man noch gelesen, aber die meisten Ausgaben der The Whisky Times landeten wohl ungelesen im Altpapier. Da wird es einem ganz weh ums Herz. Da steckt man Herzblut und jede Menge zeitlichen Aufwand in eine Kundenzeitung und dann wird sie nicht mehr gelesen.

Das Internet! Was sollte ich tun?
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Das letzte Thema

28. Juli 2010

Die The Whisky Times ist eingestellt. Hier finden Sie das letzte Thema von Seite 1.

Dies ist sie nun, die letzte Ausgabe. Auf der einen Seite bin ich traurig - schließlich hat sie mich über 33 Ausgaben und mehr als 8 Jahre begleitet. Andererseits fällt mir auch ein Stein vom Herzen. Selten habe ich einen größeren zeitlichen und finanziellen Aufwand als für Sie als Leser betrieben.

Wo ist der Aufwand geblieben? Zuerst ist da Ihre Zufriedenheit als Leser. Für Sie habe ich geschrieben. Doch Kundenbindung ist in wirtschaftlichen Zeiten nicht alles. Der Wettbewerb im Markt ist hart. Wenn eine Publikation in einer begrenzten Auflage gedruckt wird, dann fehlt dem Inhalt die Langlebigkeit und Verbreitung. Schreibe ich dagegen im Internet, so wird mein Text öfter gelesen und auch die Sichtbarkeit und Haltbarkeit der Information ist deutlich größer als im Ablagestapel.

Natürlich verliere ich auch Leser, die sich nicht ins Internet bewegen möchten oder können. Das ist schlimm, denn wir kämpfen um jeden Kunden. Doch Wirtschaft ist unerbittlich. Die Kennzahl heißt CpC (Cost per Customer - Kosten pro Kunde). Wenn wir zu einem Bruchteil der Kosten andere Kunden im Internet gewinnen und halten können, dann würde das Festhalten an dem Journal unsere Wettbewerbssituation massiv verschlechtern.

Die Zeiten sprechen für dieses Verhalten. In der für uns repräsentativen Altersgruppe sind bereits über 80% aller Deutschen online. Und die Zahlen steigen sehr schnell. Am stärksten wachsen sie derzeit bei den über 60-Jährigen. Das Internet ist bei den Menschen angekommen. Geben auch Sie sich den Ruck und gehen Sie online. Sollten Sie sich nicht trauen, so kann ich Ihnen die Volkshochschulen empfehlen. Sie bieten nicht nur Whisky-Verkostungen - auch die Internetkurse bringen Sie schnell auf die Höhe der Zeit.

Neues Video: Glenmorangie

28. Juli 2010

GlenmorangieHier geht es zum neuen Video über die Glenmorangie Single Malts. Auch dieses ist wieder ein Frühwerk und enthält ebenfalls die Vorstellung weiterer Single Malts des Herstellers.

Binge Drinking in UK

27. Juli 2010

In Großbritannien hat das Binge Drinking anscheinend monströse Ausmaße angenommen. 70% der Notfalleinlieferungen in Krankenhäuser zu Spitzenzeiten sollen lt. offiziellen Aussagen dem Alkoholkonsum zuzuschreiben sein. Nun plant die neue, konservative Regierung unter der konservativen Gesundheitsministerin Anne Milton ein Sammelsurium an Maßnahmen, um der misslichen Lage Herr zu werden. Und wenn man das so ließt, dann sollen wohl alle Möglichkeiten voll ausgeschöpft werden:

Preisgestaltung (Minimalpreise)
Steueranhebung, höher für Spirituosen als für Bier
Dumpingverbot für Alkoholika
Neue Beschriftungsvorgaben für Alkoholika
Reduzierung der Verkaufsstellen
Einschränkung der Öffnungszeiten
Information der Konsumenten durch die Herstellerfirmen

Während unter der Labour-Regierung zum Schluss relativ wenig wegen der Angst vor dem Wähler in Sachen Alkoholprävention verabschiedet wurde, hat die liberalkonservative Koalition nun den Alkoholtrinker ganz deutlich im Visier. Und dazu gehören sowohl Steuererhöhungen für Alkoholika (die Sätze sind bereits mehr als doppelt so hoch wie in Deutschland) und zum Zweiten sollen Kosten der Bürgerinformation, die bislang der Staat getragen hat, auf die Hersteller umgelegt werden. Interessant ist der Zusammenhang zwischen leeren Kassen und entsprechenden ‘nichts kostenden’ Maßnahmen.

Wir werden sehen, was greift. Ich frage mich gerade, ob das nächtliche Alkoholverkaufsverbot in Baden-Württemberg seit vergangenem Frühling bereits messbare Auswirkungen in Sachen Kriminalität und Notfalleinweisungen gezeigt hat. Anfang Juni bestätigte das Bundesverfassungsgericht dieses Landesgesetz. Erste Zahlen liegen nun zumindest von den Tankstellen vor. Danach sind die Umsatzzahlen der Tankstellen Shops seit dem 1. März 2010 um 2,5% (März) und 5% (April) gesunken.