Ein neuer PC
Nun ist es einem Freund passiert. Eines Morgens bootete sein PC nicht mehr. Er ging in eine Endlosschleife. Boot - WinXP Logo-Bildschirm - Boot - usw. Kurze Untersuchung: Vermutlich Motherboard. Und was genau? Schwer zu sagen. Müsste man untersuchen.
Da der Rechner ein betagter 6 Jahre alter Medion Rechner mit schwachbrüstiger Intel Celeron CPU war, beschlossen wir einen neuen zu kaufen. Die Frage lautete: Welchen ![]()
Zuerst diskutierten wir, ob er sich nicht - wie aktuell so viele - einen Laptop kaufen sollte. Es gibt schon ganz hippe Angebote für rund 700 Euro. Doch die Bildschirme sind ihm bei den preiswerten Einstiegsmodellen zu klein. Man wird ja nicht jünger. Und die Vorteile eines Laptops erschließen sich ihm nicht. Der Rechner wird für die ganze Nutzungsdauer an diesem Fleck stehen bleiben. Außerdem ist der vorhandene Bildschirm bereits ein neuer flacher. Macht also nicht wirklich viel Sinn, auf einen Laptop zu setzen.
Was also kaufen? Da er mit seinem Medion über die Jahre zufrieden war, haben wir zuerst auf der Medion-Homepage nachgesehen und das Einsteigergerät mit Intel Core i5 CPU und mächtig viel Haupt- und Plattenspeicher zu 599 Euro angesehen.
Alternativ haben wir dann DELL in Netz besucht. Bei denen gibt es für 577,99 Euro aber nur einen Core i3 Rechner. Ebenfalls mit 4 GB Speicher, 1 TB Platte und Windows 7.
Damit hatten wir schon einmal ein paar Eckpunkte, wie teuer heutzutage ein fertig konfigurierter PC ist. Und wer sich nun daran erinnert, dass ich meine PCs in der Firma selbst zusammenschraube, dem muss ich an dieser Stelle abwinken. Meine Freizeit ist leider so knapp bemessen, dass ich in ihr lieber etwas anderes tue, als noch einmal für Freunde PCs zu konfigurieren. Nein, es musste schon einer von der Stange sein.
Wie kann man nun billiger werden, als diese knapp 600 Euro? Mein Freund braucht nun wirklich keine großen Rechenleistungen. Also sollte es ein etwas kleinerer Rechner ebenfalls tun.
Nach einigem Suchen haben wir einen Lenovo ThinkCentre A58 7515 mit Dual Core Intel E5400 CPU mit 2,7 GHz gefunden. Dazu 2 GB Hauptspeicher, 320GB Festplatte und einem DVD-Brenner. Und Überraschung: Windows 7 Professional ist im Preis von 390 Euro inkl. Versand mit dabei. An der Professional Version sieht man, dass Lenovo (ehemals IBM) verstärkt die Rechner für Firmen stellt.
Der erste Eindruck des Rechners ist gut. Innen hervorragend aufgeräumt. Geradezu spartanisch. Keine Zusatzkarte und nur ein Speicherriegel. Das Gehäuse hat einen geregelten Zusatzlüfter und es ist Platz für eine Menge Einbauteile (vermutlich nicht erforderlich).
Nur der Vergleich der Rechenleistung fällt wegen der alten E5400 CPU etwas mau aus. Im PassMark CPU-Test kommt der Lenovo auf einen Faktor von 1,8. Die Core i3 CPU im Dell immerhin schon auf 2,7 und der Medion mit seiner Core i5 CPU toppt beide mit 3,1.
Ich habe den Rechner vergangene Woche in Betrieb genommen und im täglichen Arbeiten ist im Vergleich zu meinem Desktop-Boliden hier im The Whisky Store fast kein Unterschied zu bemerken.
Fazit: Falls man privat nicht mit großen Fotos, Videos, Präsentationen oder Sounddateien hantiert oder gar Daddelt, macht es heute keine Unterschied mehr, was man sich für einen Rechner kauft. Der Billigste ist gerade gut genug. Halt – eine Einschränkung will ich machen. Ich habe privat ja auf der Couch einen Tablett-PC mit Intel Atom CPU. Die ist so schwach auf der Brust, dass ich das meinem Freund nicht zumuten wollte. Mit einer Atom-CPU kann man nur surfen oder einen Windows Home-Server betreiben.
Mehr als eine Alternative hätte es noch gegeben. Man hätte statt der Intel CPU einen AMD-Athlon nehmen können wie z.B. im Compaq Pressario. Preislich macht das fast keinen Unterschied. Die AMD Athlon II X2 215 CPU ist noch etwas schwächer, dafür gibt es meist etwas mehr Ausstattung (Speicher, Festplatte) dazu.
Am 29. Juli 2010 um 09:09 Uhr
Geiz ist geil, was? Ehrlich gesagt kann ich diese Sparfuchs-Selbstbeweihräucherungen nicht mehr hören. Da kauf ich mir doch lieber den nächsten Mac Pro, gebe 3000 EUR aus und habe das gute Gefühl, die Wirtschaft zu unterstützen und kein Pfennigfuchser zu sein.
Am 29. Juli 2010 um 14:07 Uhr
Ja wenn man nur ein bisschen im Web surfen will, ein paar Mails oder ein paar Briefchen schreibt, braucht man auch keinen schnellen und teuren Rechner. Der wartet eh nur auf das “Human Device” welches zwischen Bildschirm und Tastatur angesiedelt ist. Der gemeine EDV Fuzzi verdreht dann nur die Augen, wenn man sich beschwert, dass man keine Videos auf der Kiste schneiden kann oder das die letzte Kopie der der Kundendatei mit der billigen Festplatte ins Nirwana eingetaucht ist.
Aber das ist wie beim Whisky: Von dem billigen Zeug werde ich auch besoffen ….