Whisky-Messe: Cutty Sark

Cutty SarkVon Ronnie Cox aus dem Hause Cutty Sark erfuhr ich zwei interessante Neuigkeiten. Naja, eine Neuigkeit und eine Sache, die mir neu war.

In London liegt der alte Tee Clipper Cutty Sark, der dem berühmten Blend Cutty Sark als Namensgeber diente. Am 21. Mai 2007 fiel das historische Schiff, das dem berühmten Whisky seinen Namen gab, einem Feuer zum Opfer. Es gab jedoch Glück im Unglück. Das Segelschiff aus dem 19. Jahrhundert lag gerade zur Restauration in einem Londoner Trockendock und die wertvollen Innereien befanden sich nicht mehr an Bord. Trotzdem bleibt es eine traurige Geschichte.

Wie die Whisky-Verantwortlichen so die schwarze Holzstruktur liegen sehen, fällt ihnen spontan etwas zu einem Rettungsplan ein. Es wurde die Black Cutty Sark Bottle mit rauchigem Whisky aufgelegt. Und vom Verkaufspreis jeder Flasche gehen drei britische Pfund an die Cutty Sark Stiftung zum Wiederaufbau der Namensgeberin.

Eine zweite Sache, die gar nichts mit dem Vorhergehenden zu tun hat, erklärte mir Ronnie Cox ebenfalls. Whiskyfässer haben zwei Enden. Mit Enden werden die beiden Fassscheiben bezeichnet, die an den Enden der Dauben dafür sorgen, dass das Fass einen Boden und einen Deckel hat. Naja - zumindest, wenn es steht - sonst sind es eben die beiden Enden, genauso wie bei einer Wurst.

Und eben die Abdichtung der beiden Fassscheiben der Enden zu den Dauben bereitet den Whiskyherstellern ein paar Probleme. Steht etwas vom Abdichtungsmaterial auf der Innenseite in den reifenden Whisky über, so kommen unerwünschte Aromastoffe in den Whisky. Das Resultat ist ein fauliges Aroma. Es kommt nicht oft vor - aber es kommt vor.

Einen Kommentar schreiben