CCleaner.exe

Mein Laptop zu Hause ist nicht von der schnellsten Truppe. Ein 1,7 GHz Pentium M Prozessor verrichtet mit 2 GB DDR2-800 Memory und einer 5400er Festplatte im Schweiße seines Angesichtes seinen Dienst. Ich kann damit leben - oft brauche ich ihn zu Hause nicht.

Rund 2 Minuten lang bootet der Rechner und ewig flackert beim Arbeiten die Festplatte, obwohl 2 GB Speicher im Gerät stecken.

Bin bzw. war ich bislang zufrieden? Nein! Das Teil ist eher Schrott, als vernünftig. Mein alter Laptop mit einem AMD 2400+, 256MB RAM und 4500er Festplatte lief subjektiv schneller - war aber rund doppelt so schwer.
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Anfang November habe ich mir endlich die Zeit genommen, der Sache einmal auf den Grund zu gehen. Eine systematische Analyse war angesagt.

Zuerst wollte ich die Festplatte nach rund zwei Jahren einmal defragmentieren. Und als ich das Programm aufrufe, verschlägt es mir schier die Sprache. Die im Windows XP angezeigte Grafik der Festplatte besteht aus lauter dünnen roten und grünen Streifen. Rot steht für fragmentierte also zerstückelte Dateien und grün für nicht verschiebbare Dateien. Und als ich den Defragmenter das erste Mal laufen lasse, passiert auch nicht wirklich viel. Ein wenig rot ändert sich in blau (zusammenhängende Dateien). Aber das war’s auch schon.

Zuerst musste ich einmal heraus bekommen, um was es sich bei den grünen Dateien auf der Festplatte handelte. Und siehe da - es waren die Swap- und Hybernate-Files, die vom Betriebssystem ständig verwendet werden.

Wie wurden die so angelegt? Vor rund einem Jahr habe ich meinen Hauptspeicher im Laptop von 512MB auf 2GB vergrößert. Und genau in diesem Moment vergrößert auch Windows seine Swap- und Hybernate-Dateien. Dumm gelaufen. Als ich die neuen Memory-Riegel einbaute, war die Festplatte gerade ziemlich zerstückelt und die vergrößerten Files füllten die kleinen Leerstellen auf der Platte auf. Operation gelungen - Patient (fast) tot.

Was habe ich gemacht? Zuerst habe ich die Betriebssystem-Partition so leer wie möglich gemacht und das Memory auf 256MB reduziert. Die zum Boot erforderliche Swap-Datei habe ich stattdessen auf eine andere Partition umgelegt. So konnte ich endlich die Defragmentierung durchführen, die schon vor dem Einbau der neuen Speicherriegel erforderlich gewesen wäre. Diese Defragmentierung habe ich mehrfach durchlaufen lassen, bis sich nichts mehr tat und alle Dateien tatsächlich an einem Stück zusammen hingen.

Dann das Memory wieder rein und das Swap-File auf Null gestellt. Das bringt einen schönen Vorteil. Denn Windows XP beginnt auch zu swappen, wenn der Speicher noch gar nicht voll ist.

Doch den größten Anteil an der Beschleunigung brachte ein kleines, kostenloses Hilfsprogramm mit Namen Ccleaner.exe. Es räumt in der Registry auf und löscht alle Einträge, die nicht mehr benötigt werden.

Nach all diesen Aktionen in 5h Arbeitszeit bootet mein Laptop jetzt wieder in 35s und gibt sich auch sonst zügiger als der Alte.

Ich bin mit meinem ACER 3002Wi jetzt mehr als zufrieden!

P.S.: Bevor Sie das Programm Ccleaner verwenden, sollten Sie unbedingt eine komplette Datensicherung und eine Extrasicherung der Registry vornehmen. Man kann ja nie wissen.

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